Online Payment Systeme

Online Shopping wird von Jahr zu Jahr beliebter. Bestellen, liefern lassen – und schon besitzt man, was das Herz begehrt. Wurde anfangs noch ganz klassisch mittels Bankeinzug oder Überweisung bezahlt, per Nachnahme oder mit der Kreditkarte, bekommen online Payment Systeme immer mehr Zulauf. Dies sind eigene elektronische Bezahlsysteme, die von großen Online-Shop-Anbietern benutzt werden, um den Zahlungsweg zu verkürzen. Durch online Payment geht das Geld ohne Zeitverzögerung direkt zum Begünstigten. Dies Zahlungsart bietet aber auch dem Kunden Vorteile, da online Payment Systeme sicher und bequem sind.


Längst hängt der Erfolg eines online Shops auch vom genutzten Bezahlsystem ab, da mit einem sicheren und preisgünstigen System eine Umsatzsteigerung erfolgt und Käufe zu Ende geführt werden. Zufriedene Kunden sind der gewünschte Erfolg.

Die Bezahlsysteme unterteilen sich in drei Gruppen. Unter die Picopayments fallen die Überweisungen von Beträgen im Centbereich. Die Micropaymentanbieter decken den Zahlungsbereich bis ca. 10 Euro ab. Einkäufe über 10 Euro werden als Macropayment bezeichnet. Hier kommt im Regelfall die Kreditkarte oder der Lastschrifteinzug als Zahlungsmittel zum Einsatz.


Das weltweit Größte online Bezahlsystem bietet Paypal. Im Jahre 1999 gegründet, wurde die Firma von eBay im Jahr 2002 übernommen. Es ist eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Internet, neben der Kreditkarte und der Vorauskasse und in 190 Ländern verfügbar. Allein in Deutschland unterhält es 10 Millionen Konten, in ganz Europa sind es 4 x so viele.
Die Möglichkeiten der Zahlung bei Paypal sind per Lastschrift, Kreditkarte oder über das Paypal Konto. Verkäufer erwartet hier ein Verkäuferschutz, der aber einen Nachweis mittels Versandbeleg nötig macht. Käufer müssen sich registrieren, um dieses System nutzen zu können, was ganz leicht möglich ist.

Paypal gehört zu den Micropayment und Makropayment-Systemen zur Begleichung kleinerer und mittlerer Beträge im Rahmen des Online-Handels. Es ist im Regelfall kostenfrei, monatliche Gebühren oder ein Obolus zur Einrichtung fallen nicht an, auch die Geldübertragung vom persönlichen PayPal-Konto auf das eigene Konto bei der Bank ist kostenfrei. Dies gilt auch für die Bezahlungen in online Shops, die Paypal nutzen. Wenn allerdings in Fremdwährung gezahlt wird, werden 2,5 % Umrechnungsgebühr berechnet auf den marktüblichen Wechselkurs. Auch bei Zahlungsempfang durch den Nutzer fallen Gebühren an, die sich an der Höhe des empfangenen Zahlungsbetrags orientieren. Eine Übersicht über die Gebühren ist bei Paypal einsehbar. Bei Rückbuchungen von der Kreditkarte und bei Lastschriften werden, ebenso wie bei fehlgeschlagenen Abbuchungen, Gebühren zur Bearbeitung erhoben.

Im selben Jahr wie Paypal Inc. gründete sich auch Clickandbuy, das mittlerweile von 16.000 Online-Shops genutzt wird. Besonders im europäischen Raum ist Clickandbuy damit ein Marktführer, obwohl die Kundenzahlen mit 13 Millionen hinter Paypal ein gutes Stück zurückliegt.
Ein Konto bei Clickandbuy zu eröffnen, ist kostenlos. Die Anmeldung ist auch hier rasch geschafft, wobei schon bei der Anmeldung ausgewählt werden kann, ob man mittels Bankeinzug, Kreditkarte oder durch andere Möglichkeiten zahlen möchte. Auch bei Angabe einer Auswahl kann immer noch mit weiteren Zahlungsmitteln gearbeitet werden.
Bei diesem online Bezahlsystem können monatliche Kontoführungsgebühren von 1 Euro erhoben werden. Hinzu kommen auch hier Kosten für Zahlungen in Fremdwährung, die bei Clickandbuy 5,9 % betragen. Weitere Kosten sind in einer Gebührentabelle festgehalten, die den Schlusspunkt in den allgemeinen Geschäftsbedingungen ausmachen.

Die Deutsche Telekom entwickelte das T-Pay System, das neben Paypal und Clickandbuy ein gut frequentiertes Bezahlsystem ist. Nach einmaliger Registrierung und Anmeldung auf der Telekom-Webseite kann hier per Lastschrift oder durch die Kreditkarte ebenso bezahlt werden, wie über die eigene Telefonrechnung. Kunden von anderen Telefonanbietern zahlen durch „Pay per Call“, was bedeutet, dass eine bestimmte Telefonnummer angewählt werden muss, um den bezahlten Betrag auf der nächsten Telefonrechnung zu finden. Dieses kostenlose Bezahlsystem bietet sich für Micro- und Macropayment an.

Die Postbank, die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken bieten einen gemeinsamen online Payment Dienst namens giropay. Dieser ist auch über Paypal nutzbar, wo man auf die Online-Überweisung des eigenen Girokontos Zugriff hat. Kunden der betreffenden Banken sind so in der Lage, mittels des gewohnten Online-Bankings zu zahlen. Eine weitere Registrierung entfällt somit. Es bedarf nur einem Konto, das für das Online-Banking bei einem der betreffenden Kreditinstitute freigeschaltet ist. Gebühren entstehen somit nicht. Im Falle von anfallenden Gebühren für Online-Überweisungen bei der eigenen Bank entstehen diese aber auch bei der Zahlung per giropay. Dieses online Payment System eignet sich gut für das Macropayment.

Web.de ist einer der führenden Freemailanbieter und bietet seinen Kunden mit Web.Cent ein Prepaid Bezahlsystem an, bei dem das Konto durch die Kreditkarte, per Lastschrift oder Überweisung mit Beträgen von 5, 10, 20 oder 50 Euro bzw. Web.Cents aufgeladen werden kann. Nach Anmeldung mit dem Web.de Benutzerkonto ist durch einen einfachen Klick der Produktkauf erledigt. Dabei fungiert das online Payment System von Web.de auch als Bonusprogramm von großen Versandhäusern wie Neckermann oder Karstadt, die den Einkauf ihrer Kunden mit Web.Cents belohnen. Die Umrechnung der Web.Cents erfolgt 1:1 mit normalen Cents.



Ob ein Kunde das angebotene Bezahlsystem eines online Shops akzeptiert, hängt von einigen Faktoren ab. Das System sollte eine benutzerfreundliche Zahlungsabwicklung gewährleisten, bei dem der Kunde sich zur höheren Sicherheit registrieren muss. Die hohe Sicherheit ist einer der Hauptpunkte, die online Payment Systeme erfüllen müssen, um akzeptiert zu werden. Ebenso legen Kunden Wert auf einen Käuferschutz und geringe oder keine Gebühren. Die Gebühren liegen auch dem Betreiber eines online Shops am Herzen, zumal er ja sein genutztes System zu hoher Akzeptanz führen möchte. Darum werden eher verbreitete Bezahlsysteme bevorzugt, die sich leicht in den Shop integrieren lassen und flexibel nutzbar sind.

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